
Mit dem Jahresfahrplan 1990/ 1991 war die Zahl der Züge um einen auf sechs erhöht worden. Mit D/ E 2055 (vermutlich dem umgewandelten vormaligen „Heckeneilzug“ E 3265 Köln-Walkenried) Köln – Halle war auch ein echter Fernverkehrszug dazu gekommen, dessen Fahrtzeiten trotz seiner Führung östlichen von Altenbeken als Eilzug mit entsprechender Haltepolitik die der Schnellzüge über Oebisfelde und Gerstungen unterbot (lediglich der ebenfalls neu eingelegte D 1055 über Eichenberg lag in einer ähnlichen „Range“). Vermutlich war dies auch dem Umstand geschuldet, dass auf der nicht besonders stark belegten Strecke (der grenzquerende Güterverkehr war stets überschaubar gewesen) der Wegfall der Grenzkontrollzeiten wirksam unmittelbar auf die Fahrtzeit umgelegt werden konnte.
Ansonsten zahlte es sich – noch – aus, dass die Linie die kürzeste Verbindung zwischen dem Ballungsraum Rhein-Ruhr und Mitteldeutschland war. So lange nirgendwo wirklich schnell gefahren wurde, zählte eben auch die reine Entfernung. Das Kölner Schnellzugpaar wurde zudem dadurch bekannt, dass es von Osten her bis nach Altenbeken, wo auf Ellok umgespannt wurde, mit einer Reichsbahn-V 100 (BR 112) bespannt wurde.
Mit Ausnahme des “Kölners“ verkehrten die Züge lediglich zwischen Northeim und Nordhausen, nur der frühe E 2051 kam bereits von Göttingen. Während E 2051 und 2059 – zumindest laut Grahnert – mit Schnellzugwagen der DB geführt wurden, bestanden die von der DR gestellten Kompositionen aus Bmhe sowie Bautzner AB (UIC-Y) und möglicherweise irgendeiner Form von (Halb-) gepäckwagen (Reko-BDghw oder einem der daraus umgebauten BDwsb-Wagen mit Rollstuhlstellplatz – der Einsatz von Bautzner UIC-Y-BD ist eher unwahrscheinlich).

